Herzlich Willkommen!

Berichte und Fotos vergangener Aktionen der BI finden Sie unter "Aktivitäten"


Helfen auch Sie den verstrahlten Kindern von Polessje - mehr Informationen hier


Hermannsburg, 01.06.16

Vortrag zu atompolitischen Themen von Jochen Stay bei der Bürgerinitiative Südheide

Jochen Stay, Sprecher von „.ausgestrahlt“, der bundesweit zentralen Organisation für Initiativen und Vereine, die sich kritisch mit der Nutzung und den Folgen der Atomkraft beschäftigen, sprach kürzlich vor interessierten Gästen auf der Mitgliederversammlung der „Bürgerinitiative Südheide“.

Dieser Verein ist aus dem Engagement hunderter Bürger der Südheide vor genau 40 Jahren entstanden, um 1976 ein geplantes Atommüllendlager und eine Wiederaufbereitungsanlage für Atommüll bei Lutterloh in der Südheide zu verhindern.

„Bis 2022, wenn der letzte deutsche Atommeiler vom Netz gehen wird, fallen immer noch Unmengen an Atommüll an, für dessen sicheren Verbleib in den nächsten Jahrtausenden gesorgt werden muss“, so Stay. Außerdem bestehe bis dahin immer noch das seit Tschernobyl und Fukushima nicht mehr nur als „theoretisch“ dahingestellte, sondern das real eingetretene „Restrisiko“ einer schweren Atomkatastrophe in Deutschland.

Rückblickend auf die beiden großen Atomkatastrophen 1986 und 2011 stellte Stay fest: „Es hätte noch viel schlimmer kommen können: Wenn z. B. in Fukushima der Wind die Hauptbelastung des Fallouts nach Süden verfrachtet hätte, wäre der Großraum Tokio und damit wohl eine der bedeutenden Wirtschaftsmächte der Welt, Japan, kollabiert.“

Die von der Bundesregierung und den Atomkonzernen kürzlich getroffene Vereinbarung zur Kostenübernahme bei dem Rückbau und der Entsorgung der Atomreaktoren verurteilte Stay scharf: „ Die Kosten werden damit auf die Allgemeinheit und damit alle Bürger verteilt, also sozialisiert, während die späteren Gewinne der Konzerne unangetastet bleiben, damit privatisiert werden.“

Außerdem wies der Redner nach, dass die bisherigen offiziellen Kostenberechnungen weit unter den tatsächlich zu erwartenden Kosten liegen, wodurch weitere, hohe finanzielle Belastungen auf alle Bürger bis zum Ende dieses Jahrhunderts unvermeidbar sind. Stay kritisierte zudem die im öffentlichen Raum verwendete, aus seiner Sicht irreführende Begrifflichkeit „Kosten des Atomausstieges“, letztlich handele es sich bei den Kosten um solche, die durch den Einstieg in die Atomkraft und deren Nutzung seit den 50er Jahren des vergangenen Jahrhunderts anfielen.

Zuletzt rief er angesichts der Empfehlungen für die Endlagersuche, die im Sommer eine Kommission bekanntgeben wird, alle Anwesenden und die Öffentlichkeit auf, wachsam und kritisch zu bleiben. „Möglicherweise werden dann wieder Orte ins Spiel gebracht, die auch schon in den 70er Jahren einmal auf dem Tisch lagen“, so Stay.

Jochen Stay (Mitte) und der Vorstand der BI-Südheide e.V., Foto: J.Eggers, Text: A.Weber

 


Tschernobyl Mahnwache 26.April 2016


Ausstellung "40 Jahre BI Südheide: Ausstieg - die Aufgabe bleibt!"

in der Bücherei Hermannsburg zu den Öffnungszeiten

Eröffnung am Freitag, 12. August 2016 um 15.00 Uhr

Ausstellung vom 12.08.2016 bis 17.09.2016


Bücherei Hermannsburg - Harmsstraße 3a

Öffnungszeiten:

Dienstag, Donnerstag und Freitag 15 bis 19 Uhr

Samstag 9.30 bis 12 Uhr

 

     
 
Copyright 2016 by www.bi-suedheide.de * Impressum & Disclaimer